Ehrenamtliche bilden sich weiter.

Luise-Schleppe-Haus und Schloss bieten am 12. September 2018 ehrenamtlich Mitarbeitenden der Stammheimer Häuser Informationen und Austausch zu den Themen "Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM) im Pflegeheim" und "Umsetzung einer vorliegenden Patientenverfügung/des Bewohnerwillens im Pflegeheim". Zwanzig Ehrenamtliche nutzen das Angebot und bilden sich fort.

Heimleiter Ronny Martin und Pflegedienstleiterin im Schloss Constanze Hohaus führen in die Themen ein. In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen entwickelt sich eine lebendige Diskussion. An konkreten Beispielen werden Handlungsmöglichkeiten und Lösungen aufgezeigt. Dabei geht es u. a. um Fragen wie: "Wie handelt das Pflegeheim, wenn keine Patientenverfügung vorliegt?" und "Wie kann in diesem Fall der vermutliche Bewohnerwillen eruiert werden?"

Das Konzept Sofi (Stuttgart ohne Fixierung) beeindruckt die Ehrenamtlichen. Dabei wird auch deutlich, dass es ein Spannungsfeld gibt zwischen der freien Selbstbestimmung des Bewohners und der Sorge z. B. der Angehörigen, dass der Bewohner ohne den Schutz des Bettgitters oder beim Weglaufen möglicherweise zu Schaden kommen könnte.

Herr Martin und Frau Hohaus verdeutlichen, dass beide Seiten immer sehr individuell mit allen Beteiligten abgestimmt werden müssen, um gute Lösungen zu finden. Die Mitarbeitenden - hauptamtliche wie ehrenamtliche - werden zu beständiger Reflexion ihres Tuns angeregt. Solche Schulungen wie an diesem Tag tragen zu einem verantwortlichen und reflektierten Handeln im Einzelfall bei.